Im vollbesetzten Podium 49 erlebten die Gäste einen unterhaltsamen und spannenden Abend mit interessanten Persönlichkeiten, leckerem Wein und vor allem guten Geschichten, die sich um beide rankten.

Kriminalpolizist Hermann-Josef Borjans nahm das Publikum mit auf eine Reise in das weit östlich gelegene Weinanbaugebiet Saale/Unstrut und präsentierte mit dem 2017er Hölder eine echte Rarität, da es von der nach Friedrich Hölderlin benannten Rebsorte in Deutschland heute nur noch wenig Anbaufläche gibt. Die meisten Weinstöcke des Hölders werden heute von der Winzervereinigung Freyburg/Unstrut umsorgt.

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Kulturvermittlerin Dr. Annette Krapp, die beruflich beim Arp-Museum in Rolandseck tätig ist, nahm die Teilnehmenden auf eine Zeit- und Weinreise in ihre Kindheit mit, in der sie mit ihrer Familie oft zu einem Weingut in Rheinhessen fuhr. Der Riesling vom Weingut Bernhard aus Frei-Laubersheim weckt noch heute Kindheitserinnerungen. Wein konserviert eben Erinnerungen!

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Joachim Beilfuß arbeitet bei der Deutschen Welle und hat sich darüber hinaus seit Jahren dem Wein verschrieben. Zuletzt ergriff er die Gelegenheit, eine kleine Weinhandlung in Bonn-Beuel zu übernehmen. Er begeisterte das Publikum mit einem Tavel aus dem Süden Frankreichs, eine, Rosé, der aus weißen und roten Trauben hergestellt wird. Sein Vortrag war ein Plädoyer für mehr Offenheit in Sachen Wein und weniger Schwarz-Weiß- und Schubladendenken.

Mit einer Riesling-Spätlese aus dem Rheingau und Urlaubsgeschichten vom Rheinsteig und aus Skandinavien begeisterte Peter Kespohl sein Publikum. Der Pressesprecher (Deutsche Telekom) und Ortsvorsteher (Meindorf) erzählte er sehr bildhaft von den Erlebnissen, die er mit seiner Frau auf einer Geburtstags-Wandertour im Rheingau hatte. Aus Skandinavien hatten die passionierten Segler ein Rezept für Knäckebrot mitgebracht. Das das auch gut zu Rheingauer Riesling passt, davon konnte sich das Publikum dann persönlich überzeugen.

Am Ende war der Abend nicht nur für den Slam-König ein Gewinn. Und der eine oder die andere ging zumindest mit dem Gedanken nach Hause, auch einmal beim Wein-Slam seinen/ihren Hut in den Ring zu werfen. wasmitwein.de nimmt jederzeit Bewerbungen von Slammern entgegen.

Annette Krapp (Baujahr 1966) lebt seit 1988 in Bonn und seit 1995 in Friesdorf. Sie hat Kunstgeschichte, Städtebau und Neuere Geschichte in Aachen und Bonn studiert. Besonders die Architektur und Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart hat es ihr angetan. Nach jahrelanger Consulting-Tätigkeit als freie Kunsthistorikerin und dann als Kunstvermittlerin an verschiedenen Museen in Bonn und Köln übernahm sie schließlich vor einigen Jahren die Leitung der Kunstvermittlung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.
Der Kriminalbeamte Hermann-Josef Borjans (Jahrgang 1959 – ein Jahrhundertwein in Frankreich) ist Sprecher Kriminalprävention und Opferschutz im Bundesvorstand Bund Deutscher Kriminalbeamter. Er hat 38 Jahre Erfahrung im Polizeidienst, war Leiter des Kommissariats Vorbeugung und lange Jahre Dezernent für Technik im Polizeipräsidium Bonn. Seit November 2017 leitet er die Führungsstelle der mit 350 Polizisten größten Bonner Polizeiinspektion zu der auch u.a. die Bonner Innenstadt gehört. Da er sich ja mit Prävention gut auskennt, hat er einen besonderen Wein ausgewählt, den er dem Publikum vorstellen wird.
Peter Kespohl (Jahrgang 1962) ist gelernter Nachrichtentechniker und arbeitet als Pressesprecher in der Unternehmenskommunikation der Deutschen Telekom, zu der er täglich erhobenen Hauptes auf seinem Dienst-E-Bike radelt. Der passionierte Wassersportler lebte lange Jahre in Kiel. Vielleicht wurde er auch deshalb 2013 zum Ortsvorsteher des von Deichen umgebenen Sieg-Dorfes Meindorf gewählt. Immerhin: Dort gehört die Eröffnung des traditionellen Weinfestes zu seinen vornehmsten Aufgaben.
Seit 2003 arbeitet Joachim Beilfuß bei der Deutsche Welle – in der Reisekostenabrechnung. Einige Jahre später engagierte ihn die DW Akademie, wo er an Medienentwicklungs-Projekten für Länder des afrikanischen Kontinents mitwirkte. Heute hilft er bei der Digitalisierung der Direktion. Vor einigen Monaten ergriff Joachim die Chance, einen Weinhandel nebenberuflich zu übernehmen. Darauf hat er sich ein Jahrzehnt lang vorbereitet und sich zum Weinakademiker fortgebildet. Erste Erfahrungen als Sommelier sammelte er übrigens im Podium 49. Der Wein-Slam ist für ihn eine Art Homecoming.










